Brauereilehrpfad

Auf Brauer Schorsch's Spuren

Villa

Bis 2003 war in dieser Jugendstil-Villa die Verwaltung der seit 1870 an diesem Standort gebauten Brauerei Malsfeld untergebracht. Die oberen Geschosse dienten den Geschäftsführern als Wohnsitz.

Teiche

Die Teiche wurden künstlich angelegt. Wenn sie im Winter zufroren, schnitt man Eisblöcke heraus, die in Erdkellern über viele Monate gelagert wurden. Das Eis benötigte man in der Brauerei zur Kühlung während des Brauvorgangs. Es kam auch in die Eisschränke der Gastwirtschaften, die so ihr Bier kühlen konnten.

Ehemaliges Bürohaus

Nach der Gründung der Genossenschaftsbrauerei 1928 wurde dieses Gebäude als Sitz der Verwaltung erbaut. In der oberen Etage wohnte der Prokurist. Bis 1996 diente das Gebäude als Wohnhaus für Brauereibedienstete, nachdem die Verwaltung in die Villa verlegt worden war. Am Pavillon wächst eine Hopfenpflanze.

Brunnen und Brauerhaus

Die erste Brauerei in Malsfeld war im Gebäude links untergebracht. Sie benutzte das Wasser dieser im Brunnen gefassten Quelle. Wegen der guten Qualität und der höheren Produktion war die Wassermenge bald nicht mehr ausreichend. So wurde im Stellbachtal eine weitere Quelle gefasst, deren Wasser heute noch die Brauerei versorgt.

Mälzerei

Das Mälzen (Malzbereitung) ist der erste Schritt zur Bierherstellung. Ausgangsmaterial ist zum Keimen gebrachte Sommergerste, die im oberen Teil des Gebäudes gelagert wurde. Im Gewölbekeller wurde sie geröstet und geschrotet. Dieses so gewonnene Malz wird dann in der Sudpfanne mit heißem Wasser weiter verarbeitet.

Grabmal

Auf diesem Friedhof befindet sich die Grabstätte der Familie Heydenreich. Franz Heydenreich lebte von 1838 bis 1904 und war der Gründer der "Rittergutsbrauerei" (1870), aus der die Genossenschaftsbrauerei 1928 hervorging. Er ließ die Brauerei an dem Ort erbauen, wo heute noch produziert wird.