Geschichte
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Brauer Schorsch und seine Geschichte

Aussenaufnahme Hessische Löwenbier Brauerei

Seit über 350 Jahren wird in Malsfeld erfolgreich die urige, handwerklich, traditionelle Brau- und Bierkultur gepflegt. Dort, wo sich die Fulda schon über Jahrhunderte ihren Weg durch sanft-grün bewaldete Hügel des Hessischen Berglandes entlang an malerischen Fachwerkdörfern bahnt, ist die Heimat des Hessischen Löwenbieres. Hier legen die Menschen Wert auf ihre gewachsene Gemeinschaft. Sie pflegen ihre Freundschaften und Traditionen. Sie sind bodenständig, trotzdem weltoffen und sie lieben die Geselligkeit. Zuhause, im Verein oder im Wirtshaus.

Sudkessel Hessische Löwenbier Brauerei

Hier ist unser Brauer Schorsch zuhause. Ein Malsfelder Bierbrauer aus echtem Schrot und Malz, der hier geboren und aufgewachsen ist und hier seinen Brauer-Beruf von der Pike auf gelernt hat. Er kennt alle Geheimnisse der Brauerei in Malsfeld und natürlich auch rund um unsere urigen Biere.
Schorsch genießt es, wenn das frische Quellwasser direkt aus der Quelle in seinen kupfernen Sudbottich schießt, um sich gleich darauf mit dem würzigen Braumalz zur Maische zu vereinen. Ein neuer Sud entsteht und Schorsch ist glücklich.

Beim Biersieden entwickelt sich ein außergewöhnlicher karamellisierender Geschmack unserer Biere, wie er in Deutschland heute kaum noch zu finden ist.

 

Zugabe der Reinzuchthefe – Hessische Löwenbier Brauerei

Doch Zeit zum Ausruhen bleibt Schorsch nicht. In den feuchten, kühlen Kellern wartet die Würze aus dem letzten Sud auf die Zugabe der Reinzuchthefe, bevor sie in den Gärbottichen ihre typischen, weißbraunen Kräusen entwickelt. Hier ist das Fingerspitzengefühl von Schorsch gefragt. Denn für die Hefezugabe und die Art und Weise der Gärführung braucht es Können und jahrelange Erfahrung. Nur so entsteht ein Jungbier, das innerhalb von sechs bis acht Wochen zu einer echten Hessischen Löwen-Bierspezialität heranreifen kann.

"Geschützt von allen hektischen Einflüssen unserer Tage, ruht mein Haustrunk in der Tiefe unseres Felsenkellers bis zu seiner Vollendung."

Tankwagen

Einer der spannendsten Augenblicke für Schorsch ist die Zwickelprobe am Lagertank. Zwickel nennt der Brauer den kleinen „Probierstutzen“, der an jedem Lagertank angebracht ist. Hier entscheidet sich für den Brauer, ob der Sud nach Gärung und schonender Lagerung Schorsch’s Erwartungen entspricht. Individuell gebraut und weit entfernt vom Massengeschmack vieler Einheitsbiere. Hier entscheidet sich auch täglich aufs Neue, ob die Menschen von hier stolz auf ihr Bier – und ihren Brauer – sein können.

Natürlich könnten wir in unserer Brauerei viele Arbeitsschritte durch die moderne Technik erledigen lassen. In manchen Bereichen, in denen die Arbeit für den Menschen zu anstrengend ist, tun wir das auch. Doch wissen unsere Bierfreunde und auch wir, dass die Erfahrung und das Können eines erfahrenen Brauers, wie unserem Brauer Schorsch, nie zu ersetzen ist.

Das Fass

Schorsch arbeitet übrigens nach der Vorstellung, dass alle Biere die er braut, eigentlich sein Haustrunk sein könnten. Und beim Haustrunk gibt es für den Brauer bekanntermaßen keine Kompromisse. Er ist deshalb auch immer in der Brauerei unterwegs und beobachtet aufmerksam jede Phase der Entstehung unserer Bierspezialitäten.

So ist er für Besucher leider kaum sichtbar. Es soll aber Menschen geben, die ihn schon mal gelegentlich nach Feierabend am Stammtisch in einer seiner vielen Stammwirtschaften oder auf einem Brauereifest gesehen haben.

Der Brauer Schorsch am Stammtisch